Ketten sprengen

Ketten sprengen

Die Ketten der Schüchternheit und Angst zu sprengen, ist nicht leicht. Vor allem geht es nicht schnell. Es kann gar nicht schnell gehen; das liegt an unserem seltsam gestalteten Gehirn.

Viel einfacher ist es dagegen, die Ketten der Angst und Schüchternheit einfach links liegen zu lassen. – Geht nicht!, meint Ihr. Doch, es kann gehen. Durch Übung und durch ein paar gewiefte Tricks, die wir auch im Schreiben (Schreiben.SokratesBerlin.de) und im Theater (Theater-gegen-Angst.de) anwenden: Zum Beispiel gegen Schüchternheit durch das Erschaffen einer neuen, zweiten Persönlichkeit (eines Helden) für Euch selbst! Oder gegen Angst durch das Aufbauen eines Patronus-Zaubers, den Ihr bestimmt von Harry Potter kennt!

Eine weitere, erfolgreiche Möglichkeit um mit Angst und Schüchternheit besser klar zu kommen, ist, sie einfach zu akzeptieren ohne zu verkrampfen und von Zeit zu Zeit über die Erfahrungen mit einer vertrauten Person, zum Beispiel einem Mentor oder einem Angsttherapeuten zu sprechen. Ja, ganz einfach darüber sprechen, damit sich kein Schüchternheits-Erlebnis-Stau oder ein Angst-Erlebnis-Stau aufbauen kann. Bei Schüchternheit und Angst ist es immer wichtig, durch das Gespräch eine Position von außen einzunehmen und sich selbst und das eigene Erleben wie „von außen“ zu betrachten!

Schüchternheit und Angst leben auf zwei Ebenen: Die eine Ebene ist das genetische, die Veranlagung. Sie ist einfach da, da können wir nichts dafür, wir können sie auch nicht ändern, wir können nur mit ihr klug und schlau umgehen. Die andere Ebene sind Schüchternheit und Angst in unserem Bewusstsein. Hier haben wir die Möglichkeit, mit der veranlagten Schüchternheit und Angst umzugehen und kluge und schlaue, gegen Schüchternheit und Angst hilfreiche Strategien zu entwickeln. Und das ist gar nicht so sehr schwer. Vor allem ist es sehr erleichternd, befreiend, fast schon Ketten sprengend.


 

Schüchternheit und Angst - Ketten sprengen
Schüchternheit und Angst – Ketten sprengen